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Espresso für Kaffeevollautomaten
Die Frage, ob ein Espresso aus einem Kaffeevollautomaten auch schmecken kann oder ob er nur dann schmeckt wenn das Espressopulver von einer Siebträgermaschine extrahiert wurde, ist schon hinlänglich in verschiedenen Foren und Testheften diskutiert worden. Am Ende sagt meist der Gourmet, dass nur die Siebträgermaschine den vollendeten Espresso gibt und der Besitzer eines Vollautomaten ist dennoch glücklich mit seinem Espresso.
Wenn Sie Ihren Vollautomaten gut gewartet und gereinigt haben, die Einstellungen des Mahlgrads und die Brühtemperatur stimmen sind wir uns sicher, dass auch ein guter Espresso aus dem Kaffeevollautomaten gelingen kann. Denn manchmal liegt es einfach nur an den verwendeten Espressoböhnchen. Doch woran erkennen Sie auf der Verpackung, dass Sie Ihre Lieblingsbohne in der Hand haben?
Mir geht es manchmal vor dem Weinregal ähnlich. Viele verschiedene Flaschen und welche nehm ich jetzt? Meist gibt es keine detaillierte Beschreibung ob der Wein lieblich, herb, trocken oder mild ist. Was hilft immer noch am Besten? Entweder selber probieren oder sich eine Empfehlung von einem Freund oder Bekannten geben lassen.
Vielleicht helfen Ihnen ja die Tipps und Empfehlungen die ich Ihnen hier für einen guten Espresso aus dem Kaffeevollautomaten geben möchte. Wie beim Wein gibt es auch bei gutem Kaffee die unterschiedlichsten Geschmacksnuancen und Aromen. So detailliert möchte ich aber heute gar nicht auf unsere Espressi eingehen, sondern ganz einfach nur unterteilen in einen starken, mittelstarken und milden Espresso.

Fangen wir mit zwei Vorschlägen für einen starken Espresso aus dem Vollautomaten an:
Ein absoluter Geheimtipp ist hier der Miniaci Super Bar! Noch nie gehört? Dann aber bitte unbedingt mal probieren. Der Super Bar kommt direkt aus Kalabrien, wo gerne starke Espressi getrunken werden. Überzeugungsarbeit hilft hier nicht, sondern einfach nur selber probieren :). Und wie sagte ein Kunde von uns: „Ein wahres Cremawunder“.
Ein anderer starker Espresso ist der Gran Bar der Rösterei Roen. Ein hoher Anteil an Robusta gibt auch hier eine kräftige und starke Crema und auch einen leckeren Cappuccino.

Zwei Tipps für einen mittelstarken Espresso:
Wenn Sie Ihren Kaffeevollautomaten mit etwas weniger starken Espressobohnen füttern möchten, dann testen Sie doch mal den Toscaffe Silber. Die Röstung erfolgt direkt in der Toskana. Angenehm im Geschmack aber nicht zu stark – gerade richtig.
Für eine mittlere Mischung wäre auch der Va Bene etwas für Sie. Den bekommen Sie so nur bei uns. Wir vertreiben diesen in Österreich, von einer kleinen Kaffeerösterei gerösteten Espresso ganz exklusiv. 100 % Arabicabohnen für den vollen Espressogenuss.

Zu guter Letzt noch 2 Empfehlungen für einen milden Espresso:
Espresso vom Gardasee gefällig? Ein Spitzenprodukt von Espresso, der samtig, cremig und mild im Geschmack ist. Der Armonioso von Caffe Bendinelli ist verführerisch lecker. Armonioso ist übrigens italienisch und bedeutet so viel wie ausgewogen und harmonisch.
Auch sehr mild und angenehm ist Caffe Fausto´s Peru. 100% Arabicabohnen aus dem Hochland von Peru ergeben einen milden Espresso mit feinen Aromen.

Impressionen und Eindrücke von der Intergastra und Gelatissmo 2016. Wie vor 2 Jahren schon, waren wir auch diesesmal auf der Intergastra und Gelatissmo 2016  auf dem Messegelände in Stuttgart. Man trifft bekannte Gesichter aus dem Kaffeebusiness, findet Anregungen für neue Geschäftsfelder, besucht Lieferanten und genießt einfach auch einmal ungeniert die Leckereien die dort angeboten werden.
Zu Beginn ein Besuch bei der Traditionsrösterei illy.

illy Kaffee

Espresso von illy

Sehr interssant Cold Brew Kaffee. Ein kalt angesetzter Kaffee. „Gezapft“ mit Nitro bedeutet, dass der Kaffee mit Stickstoff „aufgeschlagen“ wird und dann einen Geschmack vergleichbar einem Guiness Bier erhält.
Intergastra Gelatissimo 2016

Und dann natürlich Eis
Intergastra Gelatissimo 2016

Noch mehr Eis
Intergastra Gelatissimo 2016

Leckeres Eis
Intergastra Gelatissimo 2016

und noch eine Eisvariation. Ein Traum für jeden Eisfan.
Intergastra Gelatissimo 2016

Kaffeekreationen so weit das Auge reicht.
Intergastra Gelatissimo 2016

Werbewand eines Kaffeerösters aus vielen Cappuccinotassen
Intergastra Gelatissimo 2016

Leckere Nachtische
Intergastra Gelatissimo 2016

Herzhaftes aus Brot
Intergastra Gelatissimo 2016

Wraps
Intergastra Gelatissimo 2016

Hamburger
Intergastra Gelatissimo 2016

Und natürllich leckere Pasta und Nudeln
Intergastra Gelatissimo 2016

Stilvoll präsentierte Kaffeelounge
Intergastra Gelatissimo 2016

Auch ECM war mit einem kleinen Stand vertreten, neben interessaten Gesprächen, gab es dort auch schon die neue Kaffeemühle V-Titan 64, Automatik zu sehen.

Immer wieder gerne gehen wir auch zum Stand unseres „Kekse-Lieferanten“. Herrscht hier doch eine sehr freundliche und offene Atmosphäre, bei der man sich sehr Willkommen fühlt. Es gab neue Anregungen und Ideen, wie der Shop ergänzt werden kann. Die neuesten Kekskreationen, Zucker und Trinkschokolade waren ausgestellt, einfach alles, wenn es darum geht, dem Kunden Süsses rund um Kaffee zu präsentieren und anzubieten.

Enrico Bendinelli

Birgit: Enrico, wir hatten uns das letze mal auf der Messe Intergastra & Gelatissimo in Stuttgart gesehen. Waren Dein Vater und Du mit der Messe und den geknüpften Kontakten zufrieden?

Enrico Bendinelli: Ja, die Qualität der Kontakte bzw. Besucher war sehr hoch, es waren viele Fachleuten bei der Messe die ein großes Interesse für unsere Produkten gezeigt haben. Darüber hinaus muss ich sagen, dass wir auch mit den Kontakten aus der Kaffeebranche sehr zufrieden waren. Wir haben viele andere Röstereien in unserer Größe kennengelernt und auch mögliche zukünftige Lieferanten, wie etwa Rohkaffeehändler, Röstmaschinenproduzenten u.s.w.

Birgit: Wir Deutschen lieben ja Italien. Hattest Du während bzw. nach der Messe denn auch noch etwas Zeit um Dir Stuttgart und somit ein Stück Deutschland anzuschauen und wenn ja, was hat Dir besonders gut gefallen?

Enrico Bendinelli: Leider war die Zeit immer sehr knapp und wir hatten nur am Abendessen etwas Zeit. Ich bin dann mit meinem Vater zum Essen ausgegangen und habe die schwäbische Küche ausprobiert, (wie etwa Maultaschen, Spätzle usw.), es hat uns alles geschmeckt. Natürlich essen wir zuhause italienisch, aber immer wieder etwas Neues zu probieren gefällt mir besonders gut.

Caffe Roen Costa del Sol

Birgit: Wo siehst Du die Unterschiede zwischen den italienischen und deutschen Kaffeetrinkern? Welche eurer Kaffeemischungen würdest Du als typisch italienisch und welche als typisch deutsch beurteilen?

Enrico Bendinelli: Der markanteste Unterschied zwischen italienischen und deutschen Kaffeetrinkern ist für mich sicherlich das Mischen mit Milch. In Deutschland sehe ich sehr oft, dass Espresso zusammen mit Milch getrunken wird ( z.B. Latte Macchiato, Cappuccino usw.). In Italien ist das Trinken dieser Milchmischgetränke eher tageszeitlich limitiert. Wir trinken typischerweise Cappuccino und Latte Macchiato fast nur zum Frühstuck bei einer Kaffeebar und überhaupt nicht beim bzw. nach dem Essen. Das finde ich weder richtig noch falsch – in Deutschland wird einfach eher das getrunken auf was man gerade Lust hat, während in Italien das Kaffeetrinken eine Tradition ist und eine gewisse Lebenweise widerspiegelt.
Aus unseren Kaffeesorten würde ich den Extra Bar als eine typisch norditalienische Röstung bezeichnen, hingegen den kräftigeren Gran Bar eher als eine süditalienische Kaffeemischung sehen. Da viele Deutsche lieber einen etwas milderen Kaffee trinken, würde ich den 100% Arabica Gourmet als eine eher deutsche Mischung einstufen. Aber es zählt wie immer der persönliche Geschmack.

Birgit: Wer Dich kennt, weiß, dass Du ein nahezu perfektes Deutsch sprichst. Wo hast Du denn so gut Deutsch gelernt?

Enrico Bendinelli: Ich habe Deutsch bei einem Bachelor als Sprache an der Universität Verona studiert. Aber um Deutsch richtig zu lernen habe ich zweimal im Sommer in Deutschland gejobbt. Dieser Auslandsaufenthalt hat mir sehr viel gebracht um mir eine gute Sprachkenntnis anzueignen und damit mein Studium abzuschließen, bevor ich 2008 in unsere Firma eingestiegen bin.

Kaffee und Espresso Bendinelli

Birgit: In Deutschland wird viel Kaffee getrunken und viele Kaffeerösterein bemühen sich um diese Kunden. Warum sollen Kaffee- und Espressotrinker gerade Euren Kaffee trinken und worin unterscheidet ihr Euch von den anderen Kaffeeröstereien?

Enrico Bendinelli: Im Vorfeld muss man sagen, dass die Wahl eines Kaffees von vielen Faktoren beeinflusst wird, wie etwa der Geschmack, der Preis, die Verpackung usw.
Ich glaube aber, dass unsere Espresso-Sorten für die deutschen Kaffee- und Espressotrinker interessant sind, weil sie sich untereinander stark unterscheiden und somit eine breite Geschmackspalette abdecken in der jeder Kaffeetrinker seinen Lieblingskaffee findet. Das wird aber nur dadurch möglich, da wir viel Zeit und Erfahrung in unsere Kaffees investiert haben. Dabei versuchen wir auch weiterhin die Qualität unserer Rohkaffees zu optimieren und die Röstung daraufhin abzustimmen.

Birgit: Lass uns auch noch einen Blick in die Zukunft werfen. Gibt es vielleicht schon 2014 Neuerungen und Änderungen in Eurer Kaffeerösterei? Geht vielleicht eine neue Kaffeemischung an den Start oder habt ihr etwas anderes geplant?

Enrico Bendinelli: Wir sind immer dabei an etwas Neuem zu planen und zu verbessern. Unsere Kaffeemischungen versuchen wir stetig zu optimieren und zu verbesseren bzw. auch neue Sorten zu entwickeln. Die wichtigste Neuheit für 2014 ist aber unsere neue Verpackungsmaschine und die neue Verpackung der Linie Caffè Roen. Die neuen Beutel werden etwas kürzer und farblich optimiert sein. Die Graphik und Bilder bleiben davon unangetastet, sodass unsere Kunden die goldene Tasse auf unserer Verpackung immer noch sofort sehen und erkennen können.

Caffe Roen Pads und Cialde

Birgit: Dein Vater, der Eure Rösterei gegründet hat, ist jetzt schon viele Jahre dabei. Wie sieht er denn die aktuelle Entwicklung? Ist das Geschäft härter geworden?

Enrico Bendinelli: Er sieht die Entwicklung der Firma in den letzten Jahren sehr positiv. Nach so vielen Jahren harter Arbeit und Bemühungen kommt immer mehr Freuden auf. Natürlich ist das Geschäft auch härter geworden, die Krise in Italien hat den Wettkampf verschärft, besonders in der Gastronomie. Wir sind aber unserer Qualität treu geblieben was sich bislang noch immer gelohnt hat.

Birgit: Jetzt noch eine private Frage. Als Juniorchef eines Familienunternehmens bleibt oftmals viel Zeit auf der Strecke. Viele hier in Deutschland werden Dich natürlich um Deine Nähe zum Gardasse beneiden. Was sind Deine Hobbies und was machst Du in Deiner Freizeit?

Enrico Bendinelli: Ja, das stimmt, in der Firma gibt es immer viel zu tun und die Freizeit ist meistens knapp, besonders im Sommer, wenn hier am Gardasee viel los ist.
In meiner Freizeit gehe ich gern mit Freunden aus. Im Winter zieht es uns da nach Verona und im Sommer natürlich an den Gardasee. Meine Hobbies bestehen hauptsächlich aus Sport. Diese sind sind auch saisonal bedingt, d.h. im Winter verbringe ich meine Freizeit mit Kampfsport wie Karate und Kick Boxen und im Sommer meistens mit Laufen entlang des Sees oder auf dem Land hier in der Gegend.

Das Interview führte Birgit Scheffold

Kaffee und Espresso Roen

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