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Auf die Frage, ob ein Kaffeevollautomat oder eine Siebträgermaschine zum Kaffee oder Espresso machen verwendet werden soll, rate ich ganz klar zur Siebträgermaschine. Sicherlich ist der Aufwand für den täglichen Kaffeebezug bei einer Espresso-Siebträgermaschine geringfügig größer. Doch wer sich mit der Thematik Reinigung beschäftigt, wird bald meine Argumente für die Siebträgermaschine verstehen.

In den Medien wird immer wieder von Schimmelbildung bei Vollautomaten berichtet. Ganz aktuell bin ich über den Beitrag von „Welt der Wunder“ in RTL 2 gestolpert. Dort berichtet der Kaffeemaschinenprofi Oliver Endress über seine täglichen Erfahrungen mit Kaffeevollautomaten und Schimmelbildung. Eindrücklich wird gezeigt, wo der Schimmel sitzt und wie schwierig es ist, diesen zu entfernen. So zeigt der Kaffeeprofi eindrücklich, dass bei jedem neuem Kaffeebezug das Wasser durch die Schimmelsporen der vorangegangenen Reste gepresst wird und in die „gute“ Tasse Kaffee kommt. Wem das noch nicht reicht, dem wird in dem Beitrag auch noch gezeigt was passiert, wenn der Kaffeeautomat mit einer automatischen Milchaufschäumung ausgestattet ist. Was in diesem Milchschlauch sitzen kann, sind gefährliche Bakterien und Schimmelpilze, die die Gesundheit durch Toxine gefährden können. Bestätigt wird dies in dem Beitrag durch einen Mikrobiologen aus einem unabhängigen Labor, der sogar vor Allergien warnt.

Aber so schlimm muss es nicht kommen, wenn man die praktischen Tipps des Profis aus dem Film berücksichtigt. Wassertank abends raus und abtrocknen lassen, die Brühgruppe mit warmen Wasser abspülen und ganz wichtig den Milchschlauch reinigen.

Trotz der Maßnahmen bin ich immer noch kein Fan von Vollautomaten, da diese auch bezüglich Elektronik und Mahlwerk häufig Probleme bereiten, wie uns unsere Kunden häufig berichten. So bevorzuge ich, wie auch vom Kaffee-Profi im Beitrag angesprochen, eine Siebträgermaschine. Da bei so einer Maschine, beim richtigen Gebrauch, kein verbrauchtes Kaffeemehl in der Maschine zurückbleiben kann, tut sich der Schimmel auch entsprechend schwer zu gedeihen. Milchschaum wird bei einer Siebträgermaschine immer über eine Dampfdüse erzeugt. Diese Düse lässt sich schnell außen mit einem sauberen Lappen reinigen. Das innere der Dampfdüse ist mit einem einfachen Dampfstoss gereinigt. Was muss sonst noch bei einer Siebträgermaschine gereinigt werden? Die Brühgruppe sollte regelmäßig von Kaffeeölen befreit werden und je nachdem wie hoch der Kalkanteil im Wasser ist oder ob ein Kalkfilter benutzt wird, muss die Maschine regelmäßig entkalkt werden. Das alles ist aber halb so schlimm, schnell erlernt und v.a. auch schnell durchgeführt.

Was mache ich aber, wenn ich einen Kaffeeautomaten im Büro stehen habe. Auch da gibt es schöne Kompromisse in Form von halbautomatischen Siebträgermaschinen. Bei diesen Maschinen wird ebenfalls ein Siebträger mit gemahlenem Kaffeepulver eingespannt und mit anschließendem Knopfdruck die entsprechende Kaffeezubereitung gewählt. Mit einer passenden Kaffeemühle steht somit auch im Büro dem perfekten Kaffeegnuss nichts mehr im Wege. Für diese Geräte gibt es auch eigene Filterträger für den Einsatz von Kaffeepads, falls der Einsatz einer Kaffeemühle gar nicht in Frage kommt.

Mein Fazit: Sicher sind Vollautomaten hervorragende Geräte, die einen guten Kaffee zubereiten können. Aber wie die Bilder im Beitrag zeigen, setzt so ein Automat doch einen intensive Pflege voraus. Daher bin ich nur bedingt mit einem Kaffeevollautomaten zufrieden. Für mich ist ganz klar eine Siebträgermaschine erste Wahl oder welcher Automat kann solchen Kaffee machen. 🙂

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