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Wer ein Cafe, Imbiss, Bistro, Stehcafé, Pizzeria oder eine italienische Bar mit Kaffee und Espresso eröffnen will, der hat natürlich 1000 Fragen was und wieviel er alles braucht. Da ich bei der Eröffnung von unterschiedlichen Cafés und Pizzerien schon mehrfach ins Boot geholt worden bin und auch bei der Ausstattung an Espressomaschinen und Porzellan gefragt wurde, möchte ich meine Erfahrungen hier weitergeben.Cafè

Zunächst einmal: der Weg der Selbständigkeit kann ganz schön hart sein und Rückschläge müssen verkraftet werden. Aber die Freude kann auch überwiegen und wenn alles läuft, die Gäste zufrieden sind, hat sich der harte Weg auch gelohnt.

Als erstes muss eine entsprechende Lokalität gefunden werden. Diese sollte natürlich der Lage und der zu erwartenden Gästeanzahl angepasst sein. In Toplage kann es dann ruhig etwas größer sein, in Randlage entsprechend kleiner. Nun sollte man sich Gedanken über die Ausstattung bzw. die Art des Cafés machen. Welcher Stil soll gewählt werden? Ein klassisches Café, eines im Retro-Design, ein Wiener Kaffeehaus, ein junges modernes Café oder aber die so beliebte italienische Cafè Bar? Welches Konzept paßt zu mir, welches ist in der Umgebung einzigartig und wäre daher ein unverwechselbarer Charakter des eigenen gastronomischen Betriebes?

Weiter zu der Ausstattung des Cafés. Was soll alles angeboten werden? Cappuccino, Espresso, Milchkaffee und Latte Macchiato sind Standard in einem guten Café. Etwas ausgefallener sind der Mocacino, Caffè Corretto und diverse andere Spezialitäten wie der Schümli oder ein Wiener Fiaker. Natürlich immer noch sehr wichtig: die gute alte Tasse Kaffee oder im Sommer ein Eiskaffee. Jede Spezialität braucht auch sein eigenes Glas bzw. die eigene Tasse. Sehr beliebt sind dabei die Tassen von Ancap, die in unterschiedlichster Farbe und Form (dabei sind dickwandige Tassen sehr beliebt) zu erhalten sind. Wer seinen Kaffee in schönem Porzellan ausschenkt, sollte die Möglichkeit des Merchandisings nicht vergessen. So kommen von Gästen des Cafés oftmals Fragen, ob man nicht so eine oder zwei Tassen kaufen kann. Der geschickte Geschäftsmann/-frau kann hierbei noch eine schöne Nebeneinnahme machen. Als Anhaltspunkt für die benötigte Tassen- und Gläseranzahl kann vielleicht folgender grober Anhaltspunkt dienen. Bei einem kleinen Cafe mit ca. 40-50 Quadratmeter Fläche wurden zuletzt bei mir, für jede Tassen- und Gläserart 30-40 Stück bestellt. Das hängt aber auch stark von der Frequenz ab.Cappuccinotasse orange von Ancap

Ist die Frage des Porzellans geklärt, geht es weiter mit der Kaffee- bzw. Espressomaschine bzw. Kaffeemühle. Da die Kaffeekultur in Deutschland einen immer höheren Stellenwert bekommen hat, ist eine normale Filtermaschine natürlich ein absolutes no-go. Minimum ist ein Vollautomat, besser noch eine Siebträgermaschine, wie sie Italien zu finden ist, bei der es mit etwas Übung ein leichtes ist, perfekten Espresso und Milchschaum zu machen. Für ein Café bietet sich natürlich immer eine Espressomaschine mit Festwasseranschluss an, damit das lästige Wassernachfüllen entfällt. Von Vorteil bei so einer Maschine ist natürlich auch ein automatischer Füllstop (Tassenstop) bei dem die Espressomaschine nach einer gewissen Abgabemenge von alleine mit der Espresso-Kaffeeausgabe stoppt. Je nach Größe des Cafés sollte die Espressomaschine mehrgruppig gewählt werden, d.h. es können parallel mehrere Espressi gezogen werden. Dazu ist es natürlich auch nötig, dass die Kaffeemühle den entsprechenden Vorrat an Espresso- bzw. Kaffeepulver vorrätig hat.

Wichtig und nicht zu unterschätzen ist auch die Qualität von Kaffee und Espresso. Wer hier spart, spart am falschen Ende. Genau darum kommt ein Café-Besucher ins Café. Er will einen guten Espresso und einen perfekten Cappuccino haben, nicht einen angerührten wie er ihn zu Hause selber machen kann. Sie sollten bei der Planung immer daran denken: zufriedene Kunden kommen wieder und empfehlen weiter. Es gibt tolle Kaffees mit der die ganze Bandbreite abgedeckt werden kann, ich denke dabei an einen
Kaffee Harrar (der läuft schon recht erfolgreich in verschiedenen Cafés) oder einen Caffe Roen. Auch hier gilt , wie schon beim Porzellan erwähnt, guter Kaffee lässt sich auch weiterverkaufen. Es ist z.B. für mich kein Problem Kaffee in neutraler Verpackung zu beziehen, damit dieser dann vom Café-Besitzer an seine Kunden mit seinem eigenen Logo und Etikett (gemacht im Copy-Shop) weiterverkauft werden kann. Aber da muss die Qualität des Kaffees stimmen und der Kunde muss den Kaffee auch sehen und wissen, dass er den Kaffee kaufen kann, d.h immer schön optisch aufbereiten und kundengerecht plazieren.Espresso für´s Café

Weitere Punkte die betrachtet werden müssen und auf die ich nur stichpunktartig eingehen möchte (da ich diesbezgl. nicht ausreichende  Kenntnisse habe). Gesamtbudget (Kredit), benötigtes Personal und deren Qualifizierung/Fachkenntnisse, wieviele Tische und Stühle in welcher Ausführung und woher, eigene Backwaren, andere Getränke (Bier, Wein, Spirituosen, Softgetränke etc.), Hygienevorschriften (Gesundheitsamt), Spielgelegenheit für die kleinen Gäste, ein guter Steuerberater und und und.

Auf jeden Fall wünsche ich viel Spass beim Projekt „Mein eigenes Café“ und wenn Fragen sein sollten bitte gerne melden. Für Neueinsteiger und Café-Eröffner kann ich bestimmt auch ein gutes Angebot machen, fragen kostet nichts.

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